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Es gibt mehrere Möglichkeiten nen Zylinder zu überarbeiten. Am einfachsten finde ich ist es mal die Kanalübergänge anzuspitzen. ![]() Bei verschiedenen Zylinder sind die Übergänge erst weiter drin. Dann könnt ihr den Zylinderfuß strömungsgünstiger machen. Bei den meisten Zylinder sind da Kanten drin wo
original: ![]() Wenn ihr das gemacht habt, dann sind meistens (vorallem wenn mans noch nicht oft gemacht hat) einige hacker drin. Die könnt ihr z.b. mit den blauen Silikon Aufsätzen rausbekommen. Leider is das Zeug ziemlich teuer und haltet auch nicht sehr lange. Mir is es auch ausgegangen, deshalb sind die Strömer auf den Bildern auch nicht wirklich geglättet. ![]() ![]() ![]() ![]() Polieren solltet ihr die Kanäle nicht. Nehmt mal ein poliertes Teil her und gebt Wasser drauf. Dann werdet ihr sehen dass sich da Tröpfchen bilden. Das gleiche passiert auch mit dem Gemisch. Die Tröpfchen sind erstens strömungsungünstig und zweitens verbrennen die nicht richtig. Besser ist ihr glättet die Kanäle nur. Wenn ihr so eine Fläche unters Wasser haltet und dann wieder wegnehmt sehr ihr dass das Wasser einen Film auf der Fläche bildet, die sehr glatt und strömungsgünstig ist. Glätten ist aber ok. Aber viel bringt das nicht. Also wenn ihr jetzt nur die Kanäle glättet und sonst nix am Zyli macht werdet ihr wahrscheinlich gar keinen Unterschied sprüren. Links geglättet, rechts normal... ![]() ![]() Verwenden könnt ihr dafür einen runden Diamantfräser. Am besten isses wenn ihr euch da gleich ein ganzes Set bei ebay holt (10 Euro).
Auch dort müsst ihr versuchen alle Kanten rauszunehmen wo das Gemisch abgebremst werden könnte. Kante links und rechts vom BoostPort: ![]() abgeflacht: (Trophy, ein Bild vom originalen BoostPort zum Vergleich is weiter oben) ![]() ![]() Is leider nicht sehr glatt, aber da hab ich gar kein Werkzeug zum glätten mehr gehabt. Wichtig ist dass ihr auf die Beschichtung aufpasst. Wenn die mal aufreißt, dann könnt ihr den Zylinder ohne ihn neu Beschichten zu lassen nicht mehr verwenden. Der Fuß und die Kanäle sind dann schon um einiges Strömungsgünstiger: ![]() Leistung verbessert sich leicht und die Haltbarkeit bleibt gleich! Als nächstes zum Auslass. Wenn ihr den Auslass bearbeitet solltet ihr bestimmte Werte nicht überschreiten, da sonst die Kolbenringe leicht ausfedern können. Auf verbreitern des Auslasses verwend ich immer diese orangenen Zylinderförmigen Aufsätze (werd später ein Bild machen). Ausserdem könnt ihr die Auslasszeit erhöhen indem ihr den Auslass nach oben hin vergrößert.(mit nach oben hin is gemeint Richtung zylinderkopf). Das Auslass ist dann länger geöffnet, was die Leistungsdrehzahl vom Zylinder leicht nach oben schiebt. Dafür geht untenrum etwas weniger. Ihr dürft allerdings auch nicht zu viel wegnehmen. (0,5-1mm reichen!) Wenn ihr oben 1 mm wegnehmt, dann ist die Auslasszeit schon um 9° erhöht. Sobald ihr genug weggenommen habt glättet ihr den Auslasskanal. Anschließend ist es noch sinnvoll ihn zu polieren, dann bilden sich keine Ablagerungen. ![]()
Das waren mach die Sachen die ihr machen könnt ohne viel zu rechnen oder zu messen. Ihr nehmt nen Motor her, baut den Kolben an und steckt den Zylinder drauf. Ne Fußdichtung kommt auch drunter. Zum messen braucht ihr eine Gradscheibe. Da gibts z.b. eine im SA Forum: http://www.scooter-attack.com/forum/pics...scheibe-med.jpg Die Gradscheibe verstärkt ihr wenn möglich noch mit nem Stück Karton und befestigt das ganze dann am Lüfterrad, oder am Polrad. Dann könnt ihr messen. Auslasszeit: Dafür könnt ihr den Zylinderkopf montiert lassen. am besten leuchtet ihr mit einer Lampe durch die Zündkerzenöffnungin den Zylinder. Überströmer: Dann habt ihr mal euer Timing. MHR Team (Minarelli LC): Polini Corsa (Minarelli LC): Stage 6 Sport (Minarelli LC): (Angaben ohne Gewähr, soll nur Anhaltspunkte sein, da ja nicht immer die gleichen Fußdichtungen verwendet wurden). Midracezylinder haben in etwa 160-180° Auslass- und 100-120° Überströmzeit. Wenn ihr jetzt einen Sportzzylinder habt (z.b. S6 Sport mit 162° Auslass und 90° Überströmern) 1mm entspricht etwa 9°. Eine ganze Kurbellwellwenumdrehung hat 360°. Die Rollermotoren haben etwa 39mm Hub. Also wenn 9°=1mm, dann sind 15°= 1,6mm. Um ein um 15° erhöhtes Timing zu bekommen bräuchtet ihr als eine um 1,6mm stärkere Fußdichtung. Das "Problem" is nur dass wenn ihr den Zylinder höher setzt, was eben eine erhöhung der Steuerzeiten zur Folge hat auch die Quetschspalte größer wird. Die Quetschspalte messt ihr indem ihr ein Stück Lötzinn, dass genauso lang ist wie die Kolbenbohrung breit auf den Kolben legt und in der Mitte mit einem Stück Klebeband befestigt. Die neue Quetschspalte is also 2,6mm dick. Das is natürlich viel zu groß. Also muss der Zylinder an der Oberseite abgedreht werden. wenn wir eine QS von 0,6mm wollen, dann müssen 2,0mm abgedreht werden. Leider is das nicht so einfach da die Beschichtung leicht aufplatzen kann. Also wenn ihr nicht die passenden Maschinen, Kontakte zu Wekrstätten oder das nötige Kleingeld für eine Neubeschichtung habt, dann wird aus dem abdrehen nix. Es gibt auch noch eine Holzhacker Methode: Schleifpapier (nicht zu grob) auf einem geraden Tisch ohne Beulen usw. aufspannen. Dann setzt ihr da den Zylinder drauf und dreht ihn. Durch das drehen wird der Zylinder gleichmässig abgetragen. Der Beschichtung kann aber trotzdem aufplatzen und mit einer Maschine is das Ganze viel genauer. Und geht noch dazu schneller. Wir geben keine garantie das es klappt!!!Also versuchen auf eigene gefahr. |
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